Berlinale 2026

17.02.26 21:34

Berlinale 2026 - BLACK LIONS - ROMAN WOLVES von Haile Gerima

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© Negod Gwad Productions

Auf der Berlinale gab es schon immer diese Mammutvorstellungen, die einen ganzen Tag dauerten. Oft sind diese in der Sektion FORUM im Kino Delphi zu sehen, so auch BLACK LIONS – ROMAN WOLVES von Haile Gerima.

Als die Leiterin des Forums Barbara Wurm den Film einführte, war sie sehr stolz, die Weltpremiere des Films auf der Berlinale zeigen zu können. Eine eher nüchterne Sicht hatte der Regisseur, der zu Beginn der Vorstellung auch kurz auf die Bühne trat. Natürlich freue er sich, wenn die Leute den Film mögen. Wenn sie ihn aber nicht mögen, sei es ihm auch egal. Es ist offensichtlich, dass Haile Gerima seine 10-Stunden-Dokumentation nicht für das große Publikum gemacht hat. Er möchte die Geschichte der italienischen Aggression aus äthiopischer Sicht erzählen.

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Berlinale 2026: Pressekonferenz zu MEINE FRAU WEINT von Angela Schanelec

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Während gerade noch der Saal für die Presskonferenz bei Juliette Binoche gut gefüllt war, schaut die deutsche Ausnahmeregisseurin Angela Schanelec auf leere Stuhlreihen. Sie lässt sich nicht anmerken, ob es sie enttäuscht, und scheint zunächst guter Dinge. Nachdem eine Journalistin aber fragt, warum sie denn auf der Pressekonferenz auf Englisch und nicht auf Deutsch spreche, wirkt sie zunehmend entgeistert. Bei einer Frage zur Finanzierung des Films bricht es dann aus ihr heraus.

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Berlinale 2026: IN WHICH ANNIE GIVES IT THOSE ONES von Pradip Krishen

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© Film Heritage Foundation

Es gibt diese unerwarteten Glücksmomente auf der Berlinale. Etwa, wenn man nichtsahnend in einer bunten indischen Campus-Komödie aus den 1980er Jahren sitzt und plötzlich Shahrukh Khan in einer winzigen Rolle als tuntiger Student auftaucht. Den Augen kaum getraut, beim Abspann nochmal aufgepasst, und tatsächlich: Er ist es! Aber unser aller Shahrukh ist nicht der einzige Grund, sich den lustigen Film mit dem komplizierten Titel IN WHICH ANNIE GIVES IT THOSE ONES von Pradip Krishen anzuschauen. Er ist ein hinreißendes Stück Zeitgeschichte und macht Spaß!

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Berlinale 2026: Lost...and FOUND!

Foto von Wasserflasche

Jedes Jahr vergesse ich eigentlich irgendetwas in einem Berlinale-Kino: Ich trauerte bereits um Lieblingsmützen, Schals und so einiges mehr. Nun habe ich zum ERSTEN Mal etwas wiederbekommen und kann mein Glück kaum fassen. Ich glaube dabei nicht an Zufall. Das muss mit der neuen Festivaldirektorin Tricia Tuttle zu tun haben, denn mir sind auch andere Dinge aufgefallen.

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Berlinale 2026: BARBARA FOREVER von Brydie O'Connor

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© the Estate of Barbara Hammer

SCHAU!!! – MICH!!! – AN!!! Das lese ich in den Augen der sehr gut gelaunten Frau jenseits der 50, die Body-Builder-Posen vor ihrer eigenen Kamera macht. Sie ist nackt. So beginnt BARBARA FOREVER, Brydie O’Connors Dokumentarfilm über Barbara Hammer. Barbara Hammer „Queer Icon“, „Lesbian Pioneer“ ohne diese Begriffe kommt kein Artikel über sie aus – besser aber trifft es SUPERDYKE, um einfach einen Titel der rund 100 Filme zu nehmen, die die Regisseurin gemacht hat. Dabei nahm sie erst mit 27 eine Kamera in die Hand, weil ihr damaliger Ehemann und seine Künstlerfreunde sie nervten und für „die Frau“ nur die Tätigkeit des Kaffeekochens vorgesehen hatten. Der wurde zum Ex-Mann als Barbara Hammer mit 30 die Lesbe in sich entdeckte – das war 1969. Danach dokumentierte sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2019 ihr Leben und widmete sich drei Dingen, die für sie zusammengehörten: dem Feminismus, lesbischer Liebe und der Filmkunst.

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Berlinale 2026: WO MEN BU SHI MO SHENG REN (WE ARE ALL STRANGERS) von Anthony Chen

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© Giraffe Pictures

Erst kommen Eier in den Wok, dann Nudeln und Brühe, Sojasprossen, Frühlingszwiebeln, Tintenfischringe und schließlich Shrimps. Die Handgriffe sind geübt, Mr. Lim ernährt mit dem Verkauf von Hokkien Nudeln seit Jahrzehnten seine Familie. Sein kleiner Imbiss in Singapur ist so etwas wie ein Nachbarschafts-Restaurant, das Geborgenheit und ein Auskommen bietet. Doch Mr. Lim hat einen 21-jährigen Sohn, Junyang, der seinen Weg im Leben noch finden muss und keine Lust aufs Nudelbraten hat. Und Mr. Lim hat Schulden.

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Berlinale 2026: SHIBIRE (NUMB) von Takuya Uchiyama

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© “Numb” Film Partners

„Ich habe deine Augen immer gehasst!“ Wer solche Sätze als Kind von seinem Vater hört, wächst mit einer großen Verletzung auf. Daichi, ein Junge aus einer White-Trash-Familie im Norden Japans, hört als Reaktion auf die Gewalt, die er täglich erlebt, als kleines Kind auf zu sprechen. Takuya Uchiyamas Panorama-Film SHIBIRE, oder „Stumm“, zeigt das Aufwachsen dieses Kindes in vier verschiedenen Lebensstadien – von etwa vier Jahren bis er 25 ist. Und zuletzt seine Stimme wiederfindet.

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16.02.26 14:55

Berlinale 2026: Con Fusion: SASHA WALTZ ON CREATING CONNECTING CHOREOGRAPHIES

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Tänzer von Sasha Waltz & Guests bei der Persformance von "In C"

Früher war Berlinale Talents im Hau. Ich war nie dort. Wie mir mein Sitznachbar erzählt, sei es dort viel leichter gewesen, sich unter Leute zu mischen und sich auszutauschen. Anders im neuen Zuhause der Berlinale Talents, dem Radialsystem am Holzmarkt. Es bietet nicht diesen großen Begegnungsraum einer Eingangshalle und ist zudem auch noch etwas abgelegen. Zum Potsdamer Platz braucht man mit der BVG ungefähr 30 Minuten. An dem Standort wird sich aber erst einmal nichts ändern: Berlinale Talents wird in den nächsten Jahren im Radialsystem bleiben. Der Hub der freien Szene wurde auch von der Choreografin Sascha Waltz mitbegründet, die im Rahmen der diesjährigen Berlinale Talents eine Lecture hält.

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Berlinale 2026: ROSE von Markus Schleinzer

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© 2026_Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz

Es gibt diese Filme, die sich nicht einschmeicheln. ROSE ist so einer. Schon die erste Einstellung setzt den Tonfall des nun Folgenden: dampfende Äcker in hartem Schwarz-Weiß, Nebel, aus dem sich die Silhouette einer einzelnen Gestalt löst. Ein unbekannter Fremder kommt in ein abgelegenes Dorf. Ein Motiv, das fast so alt ist wie das Erzählen selbst. Doch hier verschiebt sich alles. Die weibliche Off-Stimme erklärt ruhig und sachlich: Die Gestalt heißt Rose (Sandra Hüller) und sie hat viele Jahre im Militärdienst unter anderen Soldaten gelebt. Nun kommt sie in die Dorfgemeinschaft, um einen heruntergekommenen Bauernhof für sich zu beanspruchen. Sie hat die rechtmäßigen Papiere dafür. Was das Dorf aber nicht weiß – und der Film von Beginn an offenlegt – ist Roses existenzielle Tarnung. Rose ist eine Frau, die seit langer Zeit als Mann lebt. Nicht als Pose oder Provokation, sondern als pure Überlebensstrategie.

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Berlinale 2026: DAO von Alain Gomis

Da ist er wieder – dieser eine Berlinale-Moment. Ich sitze in seeeeehr bequemen Kinosesseln, die Berlinale-Eröffnungssequenz läuft – Sterne fallen auf mich herunter – ich fühle mich aufgehoben und zu Hause. Es folgen Monologe über Monologe, lange Einstellungen und dann passiert es…langsam fallen mir die Augen zu und ich komme in diesen Zwischenzustand zwischen Filmwirklichkeit, Kinosituation und Traum – der Berlinale-Powernap beginnt.

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15.02.26 21:18

Berlinale 2026: SIRI HUSTVEDT - DANCING AROUND MYSELF von Sabine Lidl

Siri Hustvedt am Deck eines Boots im Hintergrund eine Brücke in New York
© Medea Film Factory

Der Trailer der Dokumentation SIRI HUSTVEDT - DANCING AROUND MYSELF hat mich zunächst abgeschreckt. Schon darin war zu sehen, dass auch mit nachgestellten Szenen aus dem Leben der Autorin gearbeitet wurde. Dieses Reenactment kennt man aus Geschichtsdokumentationen im Fernsehen. Wenn ich das sehe, zappe ich immer schnell weiter. Was für ein Glück, dass ich dennoch in die Urania zur Berlinale-Vorstellung gegangen bin.

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Berlinale 2026: Pressekonferenz zu ROSE von Markus Schleinzer

Markus Schleinzer und Sandra Hüller auf der Pressekonferenz
Regisseur Markus Schleinzer und Hauptdarstellerin Sandra Hüller

Heute Abend feiert der Film ROSE von Markus Schleinzer auf der Berlinale Premiere. Besondere Aufmerksamkeit findet die Produktion durch Sandra Hüller, die die Hauptrolle spielt. Vor genau 20 Jahren wurde sie für ihre Darstellung der Michaela Klinger in Hans-Christians Schmids REQUIEM mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Seither ist viel geschehen: Spätestens seit ihrer Oscar-Nominierung zählt sie zu den international bekanntesten deutschen Schauspielerinnen.

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Berlinale 2026: ANYMART von Yusuke Iwasaki

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© NOTHING NEW, TOHOKUSHINSHA FILM CORPORATION

„Vielen Dank. Auf Wiedersehen. Wir hoffen, dass Sie uns bald wieder besuchen.“ Roboterhaft sprechen die Angestellten eines kleinen 24-Stunden-Minimarkts die immer gleichen Worte, verbeugen sich auf die immer gleiche Weise, während im Hintergrund penetrant das immer gleiche Dudelmusik-Lied aus den Lautsprechern plärrt. Ist die perfekte Oberfläche nicht eigentlich schon tot? Yusuke Iwasakis Forum-Beitrag ANYMART lotet die Untiefen der heutigen Dienstleister-Gesellschaft meisterhaft aus – samt unerwartet brutalem Finale.

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Berlinale 2026: Tickets am 15.2.

Heute um 10:00 Uhr startet der Vorverkauf für Mittwoch, den 18.2.

14.02.26 22:15

Berlinale 2026: HAN YE DENG ZHU (LIGHT PILLAR) von Xu Zao

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© Fengduan Pictures

Die Basilius Kathedrale steht neben Big Ben, die Verbotene Stadt grenzt an Sacre Coeur und im Hintern der Sphinx ist der Aufenthaltsraum der Angestellten untergebracht. Die Filmkulissenstadt in der chinesischen Provinz hat schon bessere Tage gesehen – Filmcrews kommen schon lange nicht mehr hierher. Ein einsamer Hausmeister verbringt hier seine Tage mit Schneeschippen und kleinen Ausbesserungsarbeiten. Nachts träumt er sich in eine bessere, wärmere, virtuelle Welt – in einen digital erzeugten Sommerabend auf dem Dorf.

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Berlinale 2026: CROCODILE von The Critics, Pietra Brettkelly

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© Crocodile Film Limited


Was passiert, wenn eine Gruppe Jugendlicher aus Kaduna im Norden Nigerias beschließt, Hollywood herauszufordern? Pietra Brettkelly zeigt es in ihrem Dokumentarfilm CROCODILE, der die jungen Filmemacher von The Critics von ihren bescheidenen Anfängen bis zu internationalen Erfolgen begleitet. Im Zentrum stehen die jungen Gründungsmitglieder der nigerianischen Künstlergruppe The Critics, die mit alten Handykameras, herumliegendem Müll, ausrangierten Computern und trotz regelmäßiger Stromausfälle ihre eigenen Versionen von Hollywood-Blockbustern drehen. Ob Szenen aus Star Wars oder Anleihen beim Joker – mit einfachsten Mitteln entstehen verblüffende Spezialeffekte, die ebenso glaubhaft wie erfinderisch sind. Plastikmüll wird zu einem Raumanzug, Pappreste zu futuristischen Kulissen, ein Hinterhof verwandelt sich in eine phantastische Szene aus den Transformers. Allein diese verspielte Do-it-yourself-Magie würde einen Kinobesuch schon lohnen.

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Berlinale 2026: VERFÜHRUNG - DIE GRAUSAME FRAU von Elfi Mikesch und Monika Treut

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© Salzgeber & Co Medien
Domination ist he name of the game,
in bed or in life, it’s always the same.

Die Berlinale feiert den 40. Geburtstag des Teddy Awards mit der Sonderreihe TEDDY 40, in der sechs Kurzfilme und acht Langfilme gezeigt werden. Der Eröffnungsfilm des Geburtstagsprogramms ist dabei älter als der Teddy Award selbst. Mit VERFÜHRUNG – DIE GRAUSAME FRAU versetzten Elfi Mikesch und Monika Treut im Jahr 1985 große Teile des Forum-Publikums eher in Empörung als in Erregung. (Neugierig? Hier ist der Trailer.) Denn wie Wanda (Mechthild Grossmann) mit ihren Sklav*innen umsprang, das hatten Mann und Frau auf bundesrepublikanischen Leinwänden noch nicht gesehen, es sei denn, sie kannten sich in speziellen Nischen der Kinoszene gut aus.

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Berlinale 2026: ONLY REBELS WIN von Danielle Arbid

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© Easy Riders Films

Er möchte mit ihr tanzen. Verträumt wiegt er sich in der Musik, seine Hände zeichnen feine Girlanden. Sie bewegt sich zunächst zögerlich, doch dann werden auch ihre Bewegungen weicher, fließen, treten in Kontakt mit seinem Tanz. Der Beginn der Liebe zwischen Suzanne und Osmane ist in dieser stummen Szene wunderbar eingefangen – denn Suzanne zögert, sich auf den 40 Jahre jüngeren Mann einzulassen. Als sie es dann doch tut, fängt sie zum ersten Mal an, wirklich zu leben.

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Berlinale 2026: Streik Cubix - Berlinale NICHT betroffen

Laut Berlinale finden heute, am 14.2., trotz des Streiks die Berlinale-Vorstellungen im Cinestar Cubix Kino am Alexanderplatz statt.

Berlinale 2026 - Tickets am 14.2.2026

Heute um 10:00 Uhr startet der Vorverkauf für Dienstag, den 17.2.

13.02.26 22:00

Berlinale 2026: GELBE BRIEFE von Ilker Çatak

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© Ella Knorz_ifProductions_Alamode Film

Eine Frau rennt verzweifelt zwischen Menschen in Käfigen hin und her. Sie stürmt nach vorne, stößt anklagende Worte über die Grausamkeit des Gefangenseins hervor und umklammert mit beiden Händen ihren Hals. Als wollte sie sich selbst erwürgen. Stille. Applaus. Vorhang. Mit dieser dramatischen Schlussszene eines Theaterstücks beginnt Ilker Çataks Wettbewerbsbeitrag GELBE BRIEFE. Und es ist dieser Abend, mit dem sich alles im Leben der Schauspielerin und ihres Mannes, dem Autor des Stücks, ändern soll.

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Berlinale 2026: Goldener Ehrenbär Michelle Yeoh

Foto Michelle Yeoh

Natürlich kennt man Michelle Yeoh aus Filmen wie EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE oder aus ihrer epischen Rolle in TIGER & DRAGON. Es ist aber noch einmal was anderes, wenn man ihr nur wenige Meter gegenübersitzt. Yeoh strahlt nicht nur ein sehr großes und toughes Selbstbewusstsein aus. Mit ihrer Offenheit und Zugewandtheit nimmt sie ihr Gegenüber auch sofort ein.

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Berlinale 2026 - Tickets am 13.2.2026

Heute um 10:00 Uhr startet der Vorverkauf für Montag, den 16.2.

12.02.26 19:30

Berlinale 2026: NO GOOD MEN von Shahrbanoo Sadat

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© Virginie Surdej

Mehr Schminke. Das ist der Ratschlag des Moderators einer afghanischen Frauenfernseh-Show auf die Frage einer von ihrem Ehemann geprügelten jungen Frau, was sie tun soll. Kamerafrau Naru ist da anderer Ansicht. Besser man hält sich ganz von Männern fern, so ihr Credo. Denn „gute Männer“ gebe es sowieso nicht.

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Berlinale 2026 - Pressekonferenz der Internationalen Jury

Traditionell ist die erste Pressekonferenz auf der Berlinale die Vorstellung der Internationalen Jury.

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Hintere Reihe von links: Shivendra Singh Dungarpur, Bae Doona, Ewa Puszczyńska, Reinaldo Marcus Green, Tricia Tuttle; vorder Reihe: Wim Wenders, HIKARI, Min Bahadur Bham

Wim Wenders

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Der Regisseur Wim Wenders ist eine Ikone des deutschen Films. Letztes Jahr ist er 80 geworden. Als ihm der Vorsitz der Wettbewerbsjury der diesjährigen Berlinale angeboten wurde, hat er zunächst gezögert, dann aber doch zugesagt. Wie er dem Tagesspiegel in einem Interview erzählt, steckt er mitten in der Fertigstellung seines neuen Films über den Architekten Peter Zumthor. Doch wie oft wird sich ihm noch die Gelegenheit bieten, bei dem wichtigsten Filmfestival in "seiner" Stadt Jurypräsident zu sein? Also lässt er die Arbeit im Schneideraum für einen Monat ruhen und schaut mit seinen Filmkolleg:innen in zehn Tagen 22 Filme.

Zu Beginn des Festivals wirkt er noch etwas angestrengt und auch etwas nervös. Kein Wunder, wenn er gerade mitten aus seinem Schaffensprozess gerissen wird. Zum Schluss macht er aber auch noch einmal klar, warum er sich seiner Aufgabe stellt: Die Berlinale sei das Festival, auf dem man die meisten Facetten des Weltkinos sehen kann.

Shivendra Singh Dungarpur

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Der indische Regisseur Shivendra Singh Dungarpur scheint vollkommen in sich zu ruhen. Danach gefragt, was Kino für ihn bedeutet, sagt er ohne zu zögern: "Mein ganzes Leben". Dungarpur hat u.a. eine fast siebenstündige Doku über den tschechischen Regisseur Jiří Menzel gedreht und das indische Filmarchiv gegründet.

Ewa Puszczyńska

Foto Ewa Puszczyńska von der PK

Ewa Puszczyńska war unter anderem als Produzentin an ZONE OF INTEREST und A REAL PAIN beteiligt. Sie brachte eine angenehme Nüchternheit in die Pressekonferenz mit. Als jemand wissen wollte, ob die Jury die deutsche Politik im Gaza-Konflikt unterstütze, wies sie die Frage als unfair zurück. Man wolle mit Filmen zum Denken anregen und Empathie wecken. Als Filmschaffende könne man jedoch nicht die Verantwortung für politische Entscheidungen tragen.

Bae Doona

Foto Bae Doona

Die koreanische Schauspielerin Bae Doona hat in Filmen von Park Chan-wook und Hirokazu Koreeda gespielt. Sie war am ersten Tag noch etwas "lost". Das mag auch am Jetlag liegen.

Min Bahadur Bham

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Vor zwei Jahren brachte Min Bahadur Bham seinen Film SHAMBALA zur Berlinale. Mit SHAMBALA wurde erstmals ein nepalesischer Film im Wettbewerb eines internationalen Filmfestivals gezeigt. Auch die Einladung in die Wettbewerbsjury der Berlinale sei eine große Ehre für Nepal und habe viel Aufmerksamkeit bekommen, so Bahadur Bham.

Hikari

Foto Hikari


Miyazaki Mitsuyo, aka Hikari, hatte bestechend gute Laune und strahlte eine so positive Energie aus, dass sie für alle Jurymitglieder gereicht hätte. Auch Hikari hat eine Berlinale-Vergangenheit. Ihr Debüt 37 SECONDS wurde 2019 im Panorama gezeigt. 2025 wurde ihr letzter Film RENTAL FAMILY (mit Brandon Fraser) international im Kino gezeigt.

Reinaldo Marcus Green

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Als Vertreter des US-amerikanischen Hollywood-Kinos komplettiert Reinaldo Marcus Green die Riege der Wettbewerbsjury. International bekannt wurde er mit KING RICHARD, einer Filmbiografie über den Vater von Serena und Venus Williams. Von einem Reporter des Branchenmediums Screen International nach den Umwälzungen in der amerikanischen Filmverwertung gefragt, hob er hervor, dass es für einen Filmemacher wichtig sei, dass seine Filme von möglichst vielen Menschen gesehen würden. Er habe KING RICHARD zwar für das Kino gemacht, der Film habe jedoch vor allem online viele Zuschauer gefunden.

Berlinale 2026 - Tickets am 12.2.2026

Heute um 10:00 Uhr startet der Vorverkauf für Sonntag, den 15.2. Für Samstag, den 14.2. sind so gut wie alle Vorstellungen bereits ausverkauft.

11.02.26 8:00

Berlinale 2026 - Tickets am 11.2.2026

Heute um 10:00h startet der Vorverkauf für Samstag, den 14.2. Für Donnerstag und Freitag sind bereits alle Karten ausverkauft.

10.02.26 22:11

Berlinale 2026 - Letzte Vorbereitungen

Vor dem Berlinale Palast
Am Berlinale Palast werden die Scheinwerfer gerichtet und der rote Teppich verlegt

Innenaufnahme aus dem Hyatt
Auch im Hyatt am Potsdamer Platz, das wie immer als Pressezentrum dient, wird alles hergerichtet


Innenaufnahme aus dem Atrium am Potsdamer Platz
Noch keine Wartezeit am Pressecounter, wo man sich die Akkreditierungen abholen kann


Leerer Gästebereich im Atrium
Im Atrium befindet sich auch ein "Ruhebereich" für Berlinalegäste

Berlinale 2026 - Tickets am 10.2.2026

Heute startet der Ticketvorverkauf für den Donnerstag, den 12.2. und Freitag, den 13.2. Der Vorverkauf für den Publikumstag am 22.2. und für Vorstellungen in der Uber Music Hall hat bereits gestern (am 09.02.) begonnen.

09.02.26 8:08

Berlinale 2026 - Tickets kaufen am 9.2.2026

Heute (9.2.) beginnt bereits der Vorverkauf für einige der Berlinale Veranstaltungen. Es können sowohl für den Publikumstag am 22.2. als auch für alle Veranstaltungen in der Uber Music Hall Karten gekauft werden.

08.02.26 11:39

Berlinale 2026 - Der Wettbewerb

22 Filme werden 2026 im Berlinale Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. Darunter sind ein Debütfilm, ein Animationsfilm und eine dokumentarische Form. 20 Filme werden als Weltpremiere gezeigt.

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